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Kultur in Brasilien

 

Essen


Als Nationalgericht gilt die Feijoada, ein deftiger Eintopf, der aus schwarzen Bohnen, Schweinsüsschen und –ohren, Rindfleisch, Speck und Wurst besteht. Als Beilage werden Reis, Kohl und Orangen und Farofa (Maniokmehl) serviert. Diese sättigende Kalorienbombe wurde ursprünglich als billiges Essen für die Sklaven aus Resten gemacht. In den Touristenrestaurants fehlen meistens die Schweinfüsschen und Ohren. Dazu passt hervorragend eine oder mehrere Caipirinhas, das brasilianische Nationalgetränk. Die Feijoada wird von den Brasilianer meisten am Samstag zelebriert.

Am Sonntag jeweils riechts im ganzen Land an jeder Strassenecke nach Gegrilltem. Da feiern die Brasis das Churrasco. Rindfleich vom Rost und am Spiess bis zum Abwinken, Hühnerkeulen, Würste usw. Es wird jeweils den ganzen Tag gegessen und getrunken, vor allem Bier. Im ganzen Land, vor allem im Süden gibt’s die bei der Bevölkerung und Touristen beliebten Churrascarias in allen Preislagen. Dies sind Fresstempel, wo man für einen fixen Preis soviel essen kann, wie man verträgt. Schon allein die kalten und warmen Buffets, die neben dem Rodizio (verschiedene Fleischsorten, die der Ober mit dem Spiess an den Tisch bringt) locken, sind einen Eintrag ins Guiness Buch der Rekorde wert. In exklusiven Häusern gibt’s bis zu 25 Sorten Fleisch.

Eine weitere geniale Erfindung hat die brasilianische Gastronomie hervorgebracht. Kilo-Restaurants. Dassind Buffets, wo man sich bedient und am Schluss nach Gewicht bezahlt. Ideal und sehr günstig. Generell sind die Portionen in den meisten Restaurants so gross, dass sie für zwei bis drei Portionen reichen.

Das günstigste und normale Leute Essen im ganzen Land ist eine Portion Reis mit Bohnen (Feijão), Maniokmehl und einem mehr oder weniger zähen Stück Fleisch. Ein Brasilianer ohne seine Bohnen ist wie ein Schweizer ohne Käse.

Dazu gibt’s natürlich viele, regionale Spezialitäten wie im Nordosten das Carne do Sol (luftgetrocknetes, salziges Rindfleisch) oder in Bahia die Muqueca, einen Eintopf aus Fisch oder Meeresfrüchten mit Zwiebeln, Tomaten, Pepperoni und Koreander im Palmöl und Kokosmilch gekocht.

An der Küste gibt’s das ganze Jahr Fisch, Krevetten, Krebse und Meeresfrüchte in unzähligen Variationen. Auch die italienische Küche ist bei den Brasilianern sehr beliebt. Zur Vorspeise oder zwischendurch werden gefüllte Teigtaschen (Pastel, Empanadas, Cochinhas), Hackfleischbällchen (Kibe) gereicht. Natürlich nicht fehlen dürfen die exotischen Früchte, dass man sie nicht alle aufzählen kann – einfach probieren!

Trinken


Was ist das Nationalgetränk Brasiliens? Eigentlich Caipirinha. Eine Caipirinha ist der bekannte Cocktaildrink aus zerstossenen Limetten, Zucker und Eis mit einem Schuss Cachaça (Zuckerohrschnaps) – unbedingt probieren! Der Drink kann auch mit anderen Früchten oder mit Wodka gemixt werden und nennt sich dann Caipifruta. Die Cachaça, auch Pinga, Agua (Wasser) oder Aguardente genannt, oft das billigste erhältliche Getränk, verliert nun mehr und mehr den Ruf des billigen Fusels und gewinnt an Prestige und Aroma. Das wahre Nationalgetränk ist aber eiskaltes Bier. Das trinken die Brasilianer in rauen Mengen. Eine Todsünde ist es in Brasilien ein lauwarmes Bier, so wie wir es kennen, zu servieren.

Wein, vor allem aus Chile und Argentinien, zunehmend auch eigener brasilianischer Wein wird immer populärer, für diejenigen, die es sich leisten können. Auch für Anti- alkoholiker ist gesorgt. Neben den gängigen Softdrinks ist Brasilian das Paradies der Fruchtsäfte – und die sind immer frisch gepresst. Eine weitere populäre Erfrischung ist die água de coco (das Fruchtwasser einer frischen Kokosnuss), und natürlich darf der cafezinho (kleiner schwarzer Kaffee) nicht fehlen. Der in den meisten Restaurants gratis zur Verfügung gestellt wird.